Hallo,
das letzte mal hatte ich mich nach dem Rennen in Altenstadt bei
euch gemeldet. Seitdem sind schon wieder einige Wochen vergangen in
denen es recht gut gelaufen ist. Beim Schrobenhausener
Straßenpreis, meinem Lieblingsrennen in Bayern, war ich sehr
motiviert und es lief auch richtig gut. Einige male konnte ich mich
auch in der Spitze des Rennens zeigen und fühlte mich richtig stark
an diesem Tage. Leider war im letzten Anstieg des Tages etwas
eingebaut und konnte die folgende Abfahrt nicht im vorderen Bereich
des Feldes in Angriff nehmen. Im folgenden Massensprint konnte ich
mit Platz 31 einen Teilerfolg verbuchen und die Team interne
Wertung an diesem Tage für mich entscheiden. Aber eigentlich ist
dieser Platz nicht das was ich wollte, die Form war da, das Rennen
verlief blendend aber 2 km reichen um den Unterschied zwischen Top
10 und dem Feld der geschlagenen 130 Fahrer nach 96 gefahrenen
Kilometern auszumachen.
Das Pfingstwochenende hatte ich einige Tage Rennfrei und habe
die Zeit genutzt um gezielt in Regensburg zu trainieren. Die Saison
ist noch lange und es bietet sich an bei weniger passenenden Rennen
an seinen Stärken und Schwächen zu arbeiten.
Am gestigen Sonntag war ich mit 5 Teamkollegen in Passau bei
einem Rundstreckenrennen am Start. Das Wetter hatte genau für die
gefahrenen 25 Runden gehalten und wir blieben ganz untypisch für
diese Tage trocken. Die ersten Runden wurden so schnell gefahren
das mir schon böses schwante, aber nach und nach lief es besser und
ich konnte gut ins Rennen finden. Auf dem welligen Kurs mit einer
Rundenlänge von 2,4 km bildete nur der Gegenanstieg vor dem Ziel
mit seinen 8% Steigung eine Abweichung vom sonst sehr schnellen
Rennkurs. Nach 17 Runden hatte sich eine Fluchtgruppe gelöst in der
leider keiner unserer Fahrer vertreten war. Die Bemühungen des
Feldes die Ausreisser wieder zu stellen wurden von deren Kollegen
im Feld vereitelt. Im Sprint des Feldes wurde ich zum wiederholten
male nur undankbarer 29ter. Super Rennen, guter Tag aber im Sprint
bergauf einen Tick zu dick gefahren und so war dieser Platz, wenn
auch als bester unserer Mannschaft, nur ein äusserst schwacher
Trost.
Am kommenden Wochenende geht es nach Österreich zu einem
Zeitfahren, im Anschluss wenn alles klappt nach Italien für ein
Rennen und dann steht mit dem Corratec Radsportfestival in Buch am
Erlbach bereits ein hocklassiges Rennwochenende auf dem Programm
mit Kriterium und Tags darauf einem sehr schweren Straßenrennen
über 145 Kilometer.
Bis bald und hoffentlich euch allen viele Sonnenstunden,
Euer Michi
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